Schritt 0 — Anlass
Der Steckbrief passt sich Ihrer Aufgabe an: Bei einer Sanierung erfassen wir den Bestand mit Vorher/Nachher-Vergleich, beim Neubau direkt das Effizienzhaus-Ziel.
Stammdaten zum Projekt, Geometrie und Höhen. Die Skizze rechts aktualisiert sich live.
Anschrift des Auftraggebers — nicht die des Gebäudes, die steht unten unter „Projekt“. Nur was fürs Projekt gebraucht wird; Rechnungsangaben bleiben in b2b-e-rechnung.
Für Gebäude mit verschiedenen Dächern (z. B. altes Steildach + Flachdach-Anbau): je Dach Form, Neigung, Firstrichtung, Fläche, U-Wert und DF (Dachflächenfenster). Das speist Heizlast, Hülle, Kühllast und sommerlichen Wärmeschutz. „Dach 1" entspricht den Feldern oben — hier ist die maßgebliche Eingabe (das Bauteil „Dach" bekommt die flächengewichtete Summe).
Thermische Zonen und ihre Räume. Angelegte Räume fließen direkt in die Heizlast (und künftig Kühllast). Hüllflächen je Raum sind optional; bleiben sie leer, schätzt die Heizlast sie selbst.
Einzonen-Modell: Wohngebäude → eine Zone „Wohnbereich" (Profil EFH/MFH), Nichtwohngebäude → „Büro". Räume aus dem Import erscheinen automatisch hier. θᵢ = Solltemperatur, n = Luftwechsel.
Fensterflächen je Wand und Etage — mit 8 Himmelsrichtungen für eine genauere solare Bilanzierung.
| Wand | Etage | Typ | Raum | Anz. | B [m] | H [m] | Σ Fläche | Uw | g-Wert | Einbau | FS | Sonnenschutz |
|---|
Endenergiebedarf für Beleuchtung je Zone nach dem Tabellenverfahren (DIN V 18599-4:2018-09). Soll-Beleuchtungsstärke Em und Nutzungszeit kommen aus dem Nutzungsprofil (Tab „📋 Nutzungsprofile"), die Raumgeometrie aus den Räumen (Tab „🛋 Zonen").
| Zone | Nutzungsprofil | Fläche m² | Em lx | Orient. | aTL % | p W/m² | t h/a | q kWh/m²a | Q kWh/a |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gebäude gesamt (Beleuchtung, Strom) | — | — | |||||||
p = spez. Bewertungsleistung (Tab. 5 pj,lx · Em · Lampenfaktor kL), t = Nutzungszeit (Tag + Nacht) aus dem Profil. Präsenz-/Konstantlicht-Faktoren nach Abschn. 5.4/5.5. Der Endenergiebedarf fließt als Strom in die NWG-Bilanz und wird als ergebnisse.nwg_beleuchtung gespeichert.
Live-Visualisierung der Geometrie aus Tab 1 und der Fenster aus Tab 2 — Maus-Drag oder Slider zum Drehen.
Zum Hineingehen gibt es das begehbare Modell: eigene Seite, gebaut aus dem CAD-Grundriss — 🚶 Begehbares Modell öffnen
Live-Berechnung aus Geometrie (Tab 1) und Fenstern (Tab 2). Werte sind Anzeige — Persistierung folgt in einer späteren Stufe.
| Richtung | Auto [m²] | Brutto manuell | − Fenster | Netto-Wand | |
|---|---|---|---|---|---|
| Σ | — | — | — | — |
Auto-Werte aus Polygon-Kanten + Geschosshöhe. Bei asymmetrischen Gebäuden (Erker, Anbauten, Sondergeometrien) den Brutto-Wert manuell überschreiben — der wird gespeichert und überschreibt den Auto-Wert. ↻ Reset stellt den Auto-Wert wieder her.
| Bauteil | Fläche [m²] | Quelle |
|---|---|---|
| Σ Hüllfläche A | — |
| Raum | Etage | Wfl [m²] | θᵢ [°C] |
|---|
Räume werden im Original-Steckbrief erfasst und hier nur angezeigt.
U-Werte der Bauteile, Realverbrauch und Bestand-Anlagen. Werte werden für Wärmeschutznachweis, Heizlast und Energiebilanz im Bericht verwendet.
Geplanter Wandaufbau, Soll-U-Werte und geplante Anlagentechnik (Lüftung, PV). Werte fließen in Wärmeschutznachweis, Heizlast und Energiebilanz.
Im U-Wert-Rechner Schichten anpassen → mit „✓ Übernehmen & zurück" speicherst du den Aufbau direkt ins Projekt und kehrst zum Steckbrief zurück.
Verbrauch in kWh/a — bei Heizöl: Liter × 10, bei Gas: m³ × 10, bei Pellet: kg × 4,8. Wird zur Plausibilisierung von Endenergie + Kosten Bestand verwendet.
Sanierungsziel, Anlass und Förder-Voraussetzungen. Daraus werden Programm-Empfehlungen und Bonus-Stufen abgeleitet.
Förder-Voraussetzungen und KfW-/BEG-Programm-Auswahl für den Neubau. Daraus werden Programm-Empfehlungen und Bonus-Stufen abgeleitet.
Einkommensbonus gilt nur bei selbstgenutzten Ein-/Zweifamilienhäusern. Klima-Bonus wird automatisch erkannt anhand Bestand-Heizung (Öl/Kohle/Gas vor 2009).
Welche Programme sollen im Bericht / der Finanzierungsrechnung berücksichtigt werden? Mehrfachauswahl möglich.
Wird aus der PLZ automatisch ermittelt. Manuell überschreibbar für Spezialfälle.
Effizienzhaus-Ziel und Soll-Werte — passt sich an den gewählten Anlass an.
Bei Nichtwohngebäuden ist der Gebäudetyp stets „Gewerbe" — maßgeblich ist das Nutzungsprofil. Man unterscheidet zwei Ebenen.
Die Hauptnutzung bestimmt die Nutzungsrandbedingungen (Betriebszeiten, Solltemperaturen, TWW-Bedarf, Beleuchtung) und wird an den Energieausweis und den Gebäudepass übertragen. Für die Zonenbilanz sind die Profile je Zone maßgeblich.
| Gebäudetyp | Typische Hauptnutzung |
|---|---|
| Bürogebäude | Büro und Verwaltung |
| Schule | Unterricht |
| Kindergarten | Gruppenräume |
| Hochschule | Hörsäle, Seminarräume |
| Krankenhaus | Gesundheitswesen |
| Pflegeheim | Wohnen / Pflege |
| Hotel | Beherbergung |
| Einzelhandel | Verkauf |
| Supermarkt | Verkauf mit Kühlung |
| Restaurant | Gastronomie |
| Industriehalle | Produktion |
| Lagerhalle | Lager / Logistik |
| Sporthalle | Sport |
| Schwimmbad | Schwimmbad |
Hinweis: Für die Zonen-Bilanzierung sind die Nutzungsprofile (Tab Nutzungsprofile) maßgeblich — die Hauptnutzung dient der Einordnung des Gesamtgebäudes.
Zuordnung der Nutzungsprofile zu tatsächlichen Nutzungen (Nichtwohngebäude). In Klammern die tägliche Nutzungszeit. Quelle/Erfahrungswerte zu DIN TS 18599-10 [2025-10], Tabelle 5.
| Nr. | Nutzung (Nutzungszeit) | Beschreibung / Zuordnungshinweise |
|---|
Hinweis zu Nutzungs- und Betriebszeiten: Für alle Nutzungsprofile ist die Übernahme der Nutzungs- und Betriebszeiten (Tabelle 5, Spalten 3–11) aus der übergeordneten Nutzung erlaubt, wenn dies eine sich aus dem Nutzungskonzept des Gebäudes ergebende sinnvolle Annahme darstellt (Anmerkung a zu Tabelle 5).
Für Bettenzimmer in Kasernen und Ruheräume der Feuerwehr / Bereitschaftsdienste (24 h ganzjährig genutzt) gibt es derzeit kein passendes Nutzungsprofil — ggf. Profile 10 oder 11 mit Abweichungen als Grundlage für eigene Profile.
Spezielle Nutzungsprofile (BBSR-Online-Publikation Nr. 18/2009, individuelle Profile nach Anlage 2 Nr. 2.2.2 EnEV 2009):
Weitere Hinweise: Anhang D der DIN V 18599-10 [2018-09].